> Manuelle Lymphdrainage / Kompressionstherapie

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine sanfte, hocheffektive Therapieform zur Entstauung des Gewebes. In meiner Praxis in Aarau nutze ich sie bei der Behandlung von primären und sekundären Lymphödemen, nach Operationen oder Traumata (wie Verstauchungen oder Bänderriss) sowie zur Förderung der Regeneration nach intensivem Training und bei Schmerzen.

Was bewirkt die Manuelle Lymphdrainage?

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  • Entstauung & Abtransport: Über das Anregen der Motorik der Lymphgefässe wird die Aufnahme der gestauten Gewebeflüssigkeit in die Lymphgefässe gesteigert, der Abtransport wird erleichtert, fördert dadurch den Abtransport von Schlacken und Giftstoffen und reduziert Ödeme und Hämatome.
  • Schmerzlinderung: Bei entzündungsbedingten Ödemen hilft die Lymphdrainage die Entzündungs- und Schmerzmediatoren abzutransportieren und über die taktilen Reize auf der Haut kommt es zu einer Schmerzhemmung.
  • Rheuma: Wird bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zur Reduktion von Schmerzen eingesetzt.
  • Gewebeflüssigkeitsregulation: Die Lymphgefässe mit den zwischengeschalteten Lymphknoten haben Hauptaufgaben wie Immunabwehr, Herausfiltern / Entsorgen von Erregern und Fremdstoffen, sowie die Regulation von Flüssigkeit im Gewebe.
  •  Stärkung des Immunsystems: Stärkt das Immunsystem durch die gesteigerte Lymphflusszirkulation
  • Schnellere Regeneration: Deshalb unterstützt Manuelle Lymphdrainage auch die Regeneration nach intensivem Training
  • Wundheilung: Fördert die Wundheilung und die parasympathikotone Wirkung führt zur Entspannung.

Infolge verschiedenster Erkrankungen, notwendigen Eingriffen oder angeboren kann diese Flüssigkeitsregulation über das Lymphsystem gestört sein. Arme und Beine sind bevorzugt betroffen, aber es kann auch der Rumpf oder der Hals-Kopfbereich betroffen sein.

Mit speziellen Grifftechniken mache ich systematisch die Abflusswege freier. Dabei beginne ich in der Regel am Hals-Nackenbereich – dem ‚Hauptabfluss‘ – und aktiviere die Lymphgefässe in deren Verlauf weiter bis zum betroffenen Körpergebiet. Die sanften, kreisenden und pumpenden Griffe verformen das Gewebe im Rahmen seiner Verschieblichkeit, um das Lymphsystem anzuregen und den Abfluss zu verbessern. Fibrosierungen werden mit speziellen Ödemgriffen aufgelockert.

Zur Erhaltung der Ödemreduktion durch eine Manuelle Lymphdrainage ist eine Kompressionsbandagierung wichtig, sofern kein individuell angepasster Kompressionsstrumpf vorhanden ist.

Wann ist die Manuelle Lymphdrainage besonders hilfreich?

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  • Bei akuten orthopädischen und traumatologischen Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse, Hämatome
  • Nach Operationen z.B. nach Brüchen, Gelenkersatz und auch vor einer geplanten Operation
  • Bei angeborenen Störungen des Lymphsystems (primäre Lymphödem) oder bei sekundären Lymphödemen nach Operationen, Entfernung von Lymphknoten, Strahlentherapie
  • Bei Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen
  • Nach intensivem Training, sportlichen Leistungen
  • Bei Spannungsgefühl, Schwere und Müdigkeit in den Beinen und Armen, geschwollenen Beinen während der Schwangerschaft
  • Chronisch venöse Insuffizienz CVI
  • Bei Kopfschmerzen, Stress, Überlastungen im Alltag
  • Lipödemen

Kontraindikationen: Wann sollte keine Lymphdrainage erfolgen?

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Bei akuten Thrombosen / Thrombophlebitis, starker Herzinsuffizienz / Herzrhythmusstörungen, bösartigen Tumoren, akuten Infektionskrankheiten, Fieber, bei Entzündungen wie Erysipel, bei ausgedehnten Mykosen führe ich keine Behandlung durch. Bitte fragen Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt, ob bei Ihnen eine Kontraindikation für die Manuelle Lymphdrainage vorliegt.